Aktion plus5 Heidelberg

Hier meine Antwort an die Aktion – plus5 in Heidelberg, eine ganz ähnliche Aktion wie das Appell zur Vorbildhaftigkeit bei roten Ampeln in Frankfurt, nur diesmal gegen Radfahrer und nicht gegen Fußgänger gerichtet. Viel reden wenig tun, so löst man alle Probleme…

Bin schon gespannt, ob ich eine Antwort bekomme 🙂

Ich möchte Ihnen zur Ihrer Aktion plus 5 gratulieren, weil ich Sicherheit am Rad für sehr wichtig halte. Was ich aber nicht ganz verstanden habe, ist weche realen Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs getroffen wurden. Wenn ich es richtig verstehe, ist das zentrale Stück der Aktion die Strecke Hauptbahnhof bis Neuenheimer Feld. Dieses Stück fahre ich jeden Tag und jeden Tag wundere ich mich, wie mühsam es ist dort weiterzukommen.

Gleich nach dem Bahnhof bilden sich riesige Menschentrauben vor der Kurfürstenanlage, weil die Ampeln aus irgendeinem Grund nicht grün werden, selbst wenn minutenlang keine Autos kommen. Hat man diesen Teil einmal überwunden und ist auf der Mittermaierstraße (auf der richtigen Straßenseite nach drei weiteren Ampeln), wundert man sich wie schmal die Radwege sind und ist konstant besorgt, dass vielleicht einmal ein Fußgänger einen halben Schritt nach links macht und damit mitten im Radweg steht. Und das obwohl man offensichtlich genug Platz für vier Kfz Spuren hat. Hinter der Brücke muss man dann noch einmal die Straße queren, was wieder mindestens zwei Ampeln in Anspruch nimmt und ist dann nach deutlich mehr als 5 Minuten Zeitverlust am Neuenheimer Feld. Leider muss ich Ihnen sagen, dass es wohl nicht möglich sein wird, nur durch gutes Zureden viele Radfahrer dazu zu bringen diese Schikanen auf sich zu nehmen.

Vielleicht kann man aus verkehrsplanerischen Gründen die Situation an der Mittermaierstraße wirklich nicht verbessern. Aber dann könnte man sich ja eine alternative Route überlegen. Ich persönlich verwende für die Fahrt vom Bahnhof zum Beispiel lieber den Wehrsteg, weil ich mir dann genau die Frage erspare, ob ich gegen die Fahrtrichtung über die Ernst-Walz-Brücke fahren sollte. Aber auch beim Wehrsteg, ist es schwierig unter Einhaltung aller Verkehrsregeln hinzukommen und meine Gesetzestreue wird auch hier jeden Tag aufs neue auf die Probe gestellt.

Zusammengefasst, wenn man die Situation und die Sicherheit von Radfahrern in Heidelberg verbessern möchte, sind dafür mehr als leere Worte nötig. Wenn diese Aktion erfolgreich sein soll, dann ist es auch nötig die Situation aus der Sicht dieser zu verstehen und reale Änderungen durchzuführen.

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